see
rdfs
einWeiteresElementDerStaerkerenBedeutungWirdHinzugefuegt
istSynonym
wirdDurchEinAnderesElementDerAnderenBedeutungErsetzt
istEinWiederholbaresElementDerselbenForm
einWeiteresElementVonLeichtererBedeutungWirdHinzugefuegt
einWeiteresElementMitDerselbenBedeutungWirdHinzugefuegt
istEinWiederholbaresElementDerselbenForm
einWeiteresElementWirdAlsNegativeAntwortHinzugefuegt
wirdWiederholt
einWeiteresElementDerselbenSprachuebereinstimmungWirdHinzugefuegt
wirdDurchEinAnderesElementEntgegengesetzterBedeutungErsetzt
wirdErsetzt
istEinWiederholbaresElementEinerAnderenForm
WirdDurchEinAnderesElementDerMilderenBedeutungErsetzt
einWeiteresElementMitUnterschiedlicherBedeutungWirdHinzugefuegt
eineWeitereMildereNegativeBedeutungWirdHinzugefuegt
istSymmetrisch
einWeiteresElementDeruebertragenenBedeutungWirdHinzugefuegt
wirdHinzugefuegt
einWeiteresElementDerEntgegengesetztenBedeutungWirdHinzugefuegt
wirdDurchEinAnderesElementDerStaerkerenBedeutungErsetzt
wirdDurchEinAnderesElementDerStaerkerenEntgegengesetztenBedeutungErsetzt
einWeiteresElementVonaehnlicherBedeutungWirdHinzugefuegt
wirdDurchEinAnderesElementaehnlicherBedeutungErsetzt
wirdDurchEinAnderesElementGleicherBedeutungErsetzt
istEinWiederholbaresElementDerZweitenArt
istLinguistischeGruppe
wirdDurchEinAnderesElementDerAnderenArtErsetzt
bewegtSich
verbindet
eineWeitereStaerkereNegativeBedeutungWirdHinzugefuegt
einWeiteresElementDerPositivenBedeutungWirdHinzugefuegt
einWeiteresElementWirdAlsPositiveAntwortHinzugefuegt
istInPosition
einWeiteresElementAlsFrageWirdHinzugefuegt
istUeberObjekt
wirdDurchEinAnderesElementDeruebertragenenBedeutungErsetzt
istEinWiederholbaresElementEinerAnderenBedeutung
wirdWeggelassen
istRhetorischeGruppe
istRhetorischeGruppe
einWeiteresElementDerNegativenBedeutungWirdHinzugefuegt
wirdDurchEinAnderesElementEinerAnderenFormErsetzt
trennt
liegtImBereich
Name
istBeispiel
LinguistischeEntitaet
LinguistischeGruppe
LinguistischeOperation
LinguistischePosition
LinguistischerUmfang
LinguistischesElement
LinguistischesObjekt
RhetorischeEntitaet
RhetorischeFigur
RhetorischeGruppe
Akkumulatio
syndetische oder asyndetische Anhaeufung von Einzelbegriffen, der Oberbegriff kann vor- oder nachgestellt, oder auch weggelassen sein, eine Aussage wird ueber das zur Verstaendigung Noetige hinaus kunstvoll erweitert.
"Ihre Anzahl ist Legion: Staatsraete und Regierungsraete, Landraete und Kreisraete, Geistliche Raete und Schulraete, Finanzraete und Forstraete usw." (Georg Buechner: Der hessische Landbote)
"Mord! Zeter! Jammer! Angst! Creutz! Marter! Wuerme! Plagen!" (Andreas Gryphius: Die Hoelle)
"ein stiller, hagerer, duenner, laenglicher Mann" (Adelbert von Chamisso: Peter Schlehmihls wunderbare Geschichte)
Akkumulatio
Akkumulation
Pojacanje
Akzismus
Ein Akzismus ist eine Form der Ironie, bei der eine Person Gleichgueltigkeit vortaeuscht oder vorgibt, etwas abzulehnen, was sie sich eigentlich wuenscht
“Das Geschenk kann ich wirklich nicht annehmen!”
“Das hat er nicht wirklich gesagt.”
Akzismus
Accism
Akizam
Akkismós
Allegorie
Ein durch ein Konkretum substituiertes Abstraktum (Berner).
Bildhaft-symbolischer Ausdruck eines Gedankens in solcher Weise, dass das eigentlich Gemeinte auch in den Details zu erkennen ist. (Metzler)
Justitia als Frau mit verbundenen Augen
Taube mit oelzweig als Zeichen fuer Frieden
Allegorie
Alegorija
Allegory
Alliteration
Gleichklingender Anlaut der betonten Silben innerhalb einer Wortgruppe (Metzler).
"Beim Strahlenden Strontium" (Michael Ende: Der satanarchaeoluegenialkohoellische Wunschpunsch)
"Deutlich. Deftig. Direkt." (Franz Josef Strauß)
"Geiz ist geil" (Werbung)
"Mail. Message. More" (Werbung; mit Assonanz)
"Mut zur Muße" (Werbung; mit Assonanz)
"Stock, der du gewesen, steh doch wieder still" (Goethe)
"Winterwinde wichen dem Wonnemond" (Richard Wagner)
"Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei Zwerge" (Umgangssprachlich)
Alliteration
Aliteracija
Alliteration
Allusion
Eine Anspielung auf kuenstlerische Werke, Personen oder historische, oft zeitgeschichtliche Ereignisse, von daher sehr stark situationsgebunden, zu ihrer Wirkung setzt sie das mitwissende Verstaendnis der Rezipienten voraus. (Berner)
"etwas mit Argusaugen bewachen" (Sprichwort)
“Droht Amerika ein zweites Vietnam?” (Artikel aus der FAZ)
“Du weißt, was ich meine”
“Ich weiß, wo du gestern gewesen bist.”
Allusion
Allusion
Aluzija
Amphibolie
Ambiguitas: Doppeldeutigkeit, Zwei- oder Mehrdeutigkeit eines Wortes. (Heike Mayer)
"In keiner Sprache kann man sich so schwer verstaendigen wie in der Sprache" (Karl Kraus)
"Mercedes - dein guter Stern auf allen Straßen" (Werbung)
Amphibolie
Amfibolija
Amphiboly
Amplifikation
Vergroeßerung, Steigerung; eine rein umfangreiche Erweiterung eines Gedankens durch detaillierte Ausfuehrung ueber das zum Verstaendnis Noetige hinaus, ist oft eine ueberfluessige Aufbauschung oder inhaltlich nicht notwenidge Haeufung. (Berner)
“Sie sind ganz einfach reizend [...] und ich bin ueberzeugt, daß mein Antrag dennoch annehmbar fuer Sie sein wird, sobald er sich auf die Autoritaet Ihrer beiden ausgezeichneten Eltern stuetzt.” (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
Amplifikation
Amplification
Amplifikacija
Anadiplose
Verdopplung; Wiederholung des letzten Wortes eines Satzes/Zeile am Anfang des(r) folgenden Satzes/Zeile (Berner)
"die schlafende zuernende Norne naechtlichen Nichtdenkens / naechtlichem Nichtdenken anheimgegeben" (Wolfgang Koeppen: Tod in Rom)
“Dem Africanus erwarb seine Taetigkeit Tugend, seine
Tugend Ruhm, sein Ruhm Nebenbuhler” (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Anadiplose
Anadiplosis
Palilogija
Synonym: Epanastrophe
Anagramm
Wortumbildung durch Wort- oder Silbenumstellung (Permutation) fuer Wortspiele oder Pseudonyme benutzt, auch Gebrauch eines anderen Namens anstelle des eigenen. (Berner)
"Einbrecher: bereichern" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon der Sprache)
"Martin Luther: lehre in armut" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon der Sprache)
"Salvador Dali: avida dollars" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon der Sprache)
Anagramm
Anagram
Anagram
Anakoluth
nicht folgerichtig; eine Unfolge in der Satzfuehrung, ein Herausfallen aus der Bauart des Satzanfanges, die Satzkonstruktion wird anders als begonnen fortgefuehrt, auch als absoluter Nominativ bezeichnet: ein im Nominativ stehender praedikatloser, vorausgenommener und pronominal wieder aufgenommener Satzteil oder Kasus. (Berner)
"Un die Frau hat bestimmt eh da is es sogar so, da… der also bei den Germanen wurde ja die Frau so unheimlich hoch eingeschaetzt" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon der Sprache)
"“Wenn ich dich in die Finger kriege..” (Spruch)
“ 'Wie ist das uebrigens…', begann Elizabeth, besann sich aber und fuhr fort: 'Mit den Bedingungen wirst du dich wohl einverstanden erklaeren muessen, nicht wahr?'” (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
Anakoluth
Anakolut
anacoluthon
Anapher
Wiederholung des Anfangswortes in aufeinanderfolgenden Saetzen oder Zeilen. (Berner)
"Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll, Netzt ihm den nackten Fuß" (Goethe)
"Ich kandidiere fuer die Praesidentschaft nicht nur [...] Ich kandidiere, weil ich ueberzeugt bin [...]" (Robert F. Kennedy: Bekanntgabe Praesidentschaftskandidatur)
"Lies keine Oden, mein Sohn, lies die Fahrplaene: sie sind genauer" (Enzensberger)
"wir brauchen nicht nur den Flicken,
wir brauchen den ganzen Rock,
wir brauchen…" (Bertold Brecht: Die Mutter)
Anapher
Anafora
Anaphora
Anfang
Anfang
Anfang-und-Ende
Anfang-und-Ende
Anthropomorphismus
Methodisches Verfahren, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen auf außermenschliche Gegenstaende und Verhaeltnisse zu uebertragen. (Metzler)
"Wird Deutschland es schaffen, rechtzeitig aus der Krise zu kommen?" (Politiker der Union 2009)
"der Himmel weint"
"der Sturm tobte"
“Waschmaschinen leben laenger mit Calgon.” (Werbung)
Anthropomorphismus
Anthropomorphism
Antropomorfizacija
Personifikation als Sonderfall
Antimetabole
Wiederholung von Woertern in zwei gleich gebauten Saetzen in umgekehrter Reihenfolge (z. B.: Wir leben nicht, um zu essen, sondern wir essen, um zu leben) (Duden)
aehnlich zu Chiasmus
"Millionaere brauchen die Arbeiterklasse. Die Arbeiterklasse braucht keine Millionaere." (Alexandria Ocasio-Cortez (auf Twitter)
(Antithetische Antimetabole)
“Frage nicht, was dein Land fuer dich tun kann, frage, was du fuer dein Land tun kannst.” (John F. Kennedy)
“Wir leben nicht, um zu arbeiten; wir arbeiten, um zu leben.” (Spruch)
Antimetabole
Antimetabola
Antimetabole
Antithese
Gegensetzung; Gegenueberstellung entgegengesetzter Begriffe in einem Satz: "Was dieser baut, reißt jener morgen ein" (Berner)
"Fuer kleine Hunde mit großen Anspruechen" (Werbung)
"Gute Miene zum boesen Spiel machen"
"Heißgeliebt - und kalt getrunken" (Werbung)
"Mehr Frucht, weniger Durst." (Spruch)
"weniger ist mehr" (Spruch)
Antithese
Antiteza
Antitheton
Aphaerese
Wegnahme, Schwinden eines Vokals im Wortanlaut (Gerd Berner)
"Geht nicht, gibt's nicht." (Werbung)
"Rein und 'raus, ich bin's"
"Wer was zu sagen hat, sagt's." (Werbung)
“Dann klappt's auch mit den Nachbarn” (Werbung)
Aphaerese
Afereza
aphaeresis
Apokope
Abschneidung, Wegfall eines Buchstaben am Wortende (Berner)
"Ich bring' heut' ein' ganz seligen Tandelmarkt" (Nestroy: Der Talismann II, 17)
"dem Hund(e)"
"dem Mann(e)"
Apokope
Apocope
Apokopa
Aposiopesis
Verschweigen des Wichtigen unter affektbetontem Abbruch der Rede mitten im Satz (Berner)
"' Wie ist das uebrigens…', begann Elizabeth [...]" (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
"Fuer die einen ist es Duplo..." (Werbung)
"Warst du...?"
"“Hast du..?”
“Schau mal, was ich gestern..”
Aposiopesis
Aposiopesis
Aposiopeza
Apostrophe
Abwendung; ein sich Abwenden von der Wirklichkeit und hinwendende Anrufun visionaerer Gestalten oder Abwesender, als seien sie anwesend, i.w.S. auch jede feierliche Anrede (Berner)
“Ach Gott, wie ist verderbt die Welt” (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.” (Bibelvers)
Apostrophe
Apostrofa
Apostrophe
Assonanz
vokalischer Gleichklang in verschiedenen, im engeren Sinne nur in bestonten Silben; auch: vokalischer Halbreim genannt (Berner)
"Bad und Tag" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Geiz ist geil" (Werbung; mit Alliteration)
"Mut zur Muße" (Werbung; mit Alliteration)
"Suppe und hundert" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Assonanz
Asonanca
Assonance
paromoiosis as special form
Asyndeton
Unverbundenheit, Aneinanderreihung gleichgeordneter Satzglieder ohne Konjunktion
"Außen kompakt. Innen Van." (Werbung)
"Erst der Mensch, dann die Maschine." (Werbung)
"Halbes Koffein, volles Verwoehnaroma." (Werbung)
"Messer, Gabel, Schere, Licht sind fuer kleine Kinder nicht" (Sprichwort)
"Venus, Mars, Jupiter, Merkur koennen von der Erde betrachtet werden."
Asyndeton
Asident
Asidenton
Asyndeton
Betonungsfigur
Betonungsfigur
Buchstabe
Buchstabe
Chiasmus
ueberkreuzstellung von syntaktisch oder semantisch entsprechenden Satzteilen ("die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben" (Berner)
"Die Stadt ist groß und klein ist das Gehalt" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben” (Goethe: Faust)
Chiasmus
chiasm
hijazam
Dysphemismus
Ausdruck mit stark herabsetzender Bedeutung, saftige Beschimpfung, Beleidigung, die die Normen des sprachlichen Benimms verletzt (Metzler)
Gegenteil zu Euphemismus
"Baader-Meinhof-Bande statt Baader-Meinhof-Gruppe"
"Drahtzieher statt Verantwortlicher"
"zusammenrotten statt sich versammeln"
Dysphemismus
Disfemizam
Dysphemism
Kakophonie
Elision
Ausstoßung eines auslautenden unbetonten Vokals (Berner)
"Die ich rief, die Geister, / werd ich nun nicht los“ (Goethe: Der Zauberlehrling)
"So’n Quatsch statt so ein Quatsch"
"Vorsicht vor dem Hund statt dem Hunde"
"dem Mann statt dem Manne"
Elision
Apokope/Synkope/Prokope sind aehnlich
Elizija
ecthlipsis
elision
Ellipse
Mangel, Auslassung eines leicht zu ergaenzenden Wortes oder Satzteiles, das Gegenteil ist Aposiopese, die gerade das Wichtigste unausgesprochen laesst (Berner)
"'Er gibt.' fuer: Er gibt die Karten. (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“'Ich kann nicht' ' Warum nicht?' fuer: 'Warum kannst du es nicht?'" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Ellipse
Elipsa
Ellipsis
Izostavljanje
Emphase
nachdrueckliche Hervorhebung eines Wortes, oft akustisch oder mit Ausrufezeichen (Berner)
"Beleidigungen sind die Argumente jener, die ueber keine Argumente verfuegen." (Jean-Jacques Rousseau)
“'Ich kann den Gedanken nicht ertragen, daß diese beiden einmal das Gut besitzen sollen; wenn nicht die Erbfolge waere, machte es mir nichts aus.' 'Gar nichts machte mir etwas aus.'" (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
Emphase
Emfaza
emphasis
Enallage
Vertauschung, Setzung des Adjektivs vor ein anderes Nomen, als zu dem es logisch gehoert, das eigentliche Beziehungswort steht dann oft als Genitivattribut, wird synonym verwendet mit Hypallage (Berner)
"Dunkel gingen sie durch die schweigende Nacht" (Vergil)
"der kalte Druck ihrer Haende, statt der Druck ihrer kalten Haende" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“in baldiger Erwartung Ihrer Antwort, statt in Erwartung Ihrer baldigen Antwort"
Enallage
Enalaga
enallage
Ende
Epenthese
Einschub eines Lautes in der Regel aus phonologischen Gruenden (Metzler)
"Nahmest du statt nahmst du" (aus rhythmischen Gruenden)
"Zeitlaeufte statt Zeitlaeufe" (Archaisierende Wirkung)
Epenthese
Epenteza
Epenthesis
Epanadiplose
Wiederholung eines Wortes am Anfang und am Ende eines Satzes/Zeile
"Entbehren sollst du! sollst entbehren!; (Johann Wolfgang von Goethe: Faust)
Epanadiplose
Epanalepsis
Epanalepse
Wiederholung eines Wortes oder einer syntakt. Einheit (mit Satzglied- oder Satzfunktion). Die Epanalese verleiht durch die Wiederholung Nachdruck und Eindrücklichkeit (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Obwohl sie unter Wasser sind, unter Wasser versuchen sie zu fluchen" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Epanalepse
Ploke
Epipher
Umkehr der Anapher, Wiederholung eines oder mehrerer Woerter am Satz- oder Versende (Berner)
"Mein Name ist Bond. James Bond." (James Bond)
"Wo fand man den Toten? Wer fand den Toten? Wie fand man den Toten?" (Harold Pinter: Krieg)
Epipher
Epifora
Epiphora
Epistrophe
Epitheton
ein schmueckendes Beiwort in formelhafter Verwendung, haeufig bei Homer (der listenreiche Odysseus, der silberne Mond). (Berner)
"Das austriakische Faschisterl Joerg Haider" (Christian Bommarius)
"Der liebe Gott"
"Die glorreichen Sieben" (Filmtitel)
"eine bodenlose Frechheit"
Epitheton
Epitet
Epitheton
Ukrasni Pridev
Epizeuxis
Rhetorische Form der Wiederholung einer drei- oder mehrgliedrigen unmittelbaren Wortfolge (Berner)
"Nein! nein! nein! das kann nicht sein.“ (Friedrich Schiller: Die Raeuber)
"Obwohl sie unter Wasser sind, unter Wasser versuchen sie unter Wasser zu fluchen" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Epizeuxis
Epizeusa
Epizeuxis
Euphemismus
Unangenehmes mit angenehmen Worten sagen, eine beschoenigende Bezeichnung, auch Melioration genannt (Einkaufsparadies fuer Geschaeft). (Berner)
"Jemanden neutralisieren statt umbringen"
"Leistungsempfaenger statt Arme"
"orthographisch mutiges Protokoll fuer viele Rechtschreibfehler"
Euphemismus
Eufemizam
Euphemism
Exemplum
beliebig herausgegriffener, typischer Einzelfall als Erklaerung fuer eine bestimmte Erscheinung oder einen bestimmten Vorgang (Duden)
"Man wird sich der Frage stellen muessen: wie kommt es beispielsweise, dass alle 3 kleineren Parteien verloren haben an dieser Stelle. Einige noch mehr, erheblich mehr als wir. Aber das wir nicht in einer Situation mehr waren, wie in einer großen Koalition vor 4 Jahren.” (Juergen Trittin in der Elefantenrunde 2013)
"Wir haben den digitalen Fortschritt. Der veraendert unsere Arbeitswelt. Der veraendert unsere Lebenswelt. Und wie wir am Beispiel der Automobilindustrie Diesel sehen, ist zu kaempfen darum, dass wir auch in 10 Jahren noch so viel Arbeitsplaetze und mehr haben." (Angela Merkel im Kanzlerduell 2017)
Exemplum
Example
Primer
Ganz-mit-Unterbrechung
Ganze
Ganze-Nacheinander ohne Konjunktion
Ganze-Nachfolgend
Ganze-Nachfolgend-mit-Konjunktion
Ganze-Symmetrisch
Gedankenfigur
Gradation
stufenweise Steigerung; Stufenfolge, Oberbegriff fuer Klimax und Antiklimax (Berner)
"Goethe, groß als Forscher, groeßer als Dichter, am groeßten als Mensch" (Duden)
"Gut. Besser. Paulaner." (Werbung)
“Er sei mein Freund, mein Engel, mein Gott” (Friedrich Schiller: Die Raeuber)
Gradation
Auxesis
Gradacija
Hinzufuegung
Homoearkton
Redefigur, bei der die Anfaenge zweier aufeinanderfolgender Woerter gleich oder aehnlich lauten (z. B. Maedchen maehen…) (Duden)
"Spiel, Spaß, Spannung, Schokolade.” (Werbung)
“Keiner macht mich mehr an.” (Werbung)
“Manner mag man eben.” (Werbung)
“Milch macht muede Maenner munter” (Werbung)
“Nur die Wirklichkeit wirkt wirklicher.” (Werbung)
Homoearkton
Homeoarkton
Homoioarkton
homioarcton
Homoeoteleuton
Gleiche Endlaute aufeinanderfolgender Glieder (Reim) ("Nimm lieber Rei - du sparst dabei"). (Heike Mayer)
"In Huelle und Fuelle"
"Nimm lieber Rei - du sparst dabei" (Werbung)
"hueben wie drueben "
"ohne Moos nix los"
Homoeoteleuton
Homoeoteleuton
Homoioteleuton
Homoioteleuton
Hypallage
Vertauschung eines attributiven Genitivs mit einem attributiven Adjektiv und umgekehrt (z. B. „jagdliche Ausdruecke“ statt „Ausdruecke der Jagd“) (Duden)
"Dunkel gingen sie durch die schweigende Nacht" (Vergil)
"der kalte Druck ihrer Haende statt der Druck ihrer kalten Haende" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“in baldiger Erwartung Ihrer Antwort, statt in Erwartung Ihrer baldigen Antwort)
Hypallage
Hipalaga
Hypallage
Oft synonym mit Enallage verwendet (auch eng verwandt mit Metonymie)
Hyperbaton
Das Umgestellte; Zwischenstellung eines Satzgliedes, das eigentlich an einer anderen Stelle im Satz stehen muesste, meist synonym mit Anastrophe und Inversion verwendet, allen drei Stilmitteln ist die empathische Wirkung gemeinsam, die erreicht wird, wenn das zu betonende Wort an den Satz-/Zeilenanfang oder an das SAtz-/Zeilenende gerueckt wird. (Berner)
“Aber Moritz aus der Tasche / Zieht die Flintenpulvertasche” (Wilhelm Busch: Max und Moritz)
“Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern.” (Georg Trakl: Verfall)
Hyperbaton
Hiperbat
Hiperbaton
Hyperbaton
Hyperbel
uebermaß, ueber ein Ziel hinauswerfen; ueber- oder Untertreibung (Berner)
"Gift und Galle spucken" (Redewendung)
"todmuede"
“Unendlich genießen” (Werbung)
Hyperbel
Hiperbola
Hyperbole
Interpunktionszeichen
Inversion
Verdrehung; vom normalen grammatischen Satzbau abweichende Umstellung von Satzgliedern (Nach Berlin fahren morgen wir). (Berner)
"Henkell trocken" (Werbung)
"aller Laster Anfang" (Redewendung)
"seines Glueckes Schmied" (Spruch)
Inversion
Inverzija
anastrophe
Ironie
Verstellung, Spott; erheuchelte Unwissenheit, Verstellung; das Gegenteil des Gesagten ist gemeint, Ironie ist kontextabhaendig oder entsteht aus dem Widerspruch zu Person und Situation des sie Verwendenden; sie hat eine Alibifunktion, wenn man dadurch seine wahre Meinung verbirgt, dann ist der Widerspruch zum Kontext nur Eingeweihten erkennbar; sie kann aber auch einen spoettischen und aggressiven Charakter besitzen, wenn man das der Hoerererwartung entsprechende Werturteil in Form eines ironischen Lobes vortraegt. (Berner)
"Das scheint ja Spaß zu machen. (Wenn das Gegenteil der Fall ist)"
"Schoene Bescherung"
"ueberarbeite dich nicht! (Wenn jemand nichts macht)"
Ironie
Ironija
Irony
Kakophonie
Kakophonie
Katachrese
Missbrauch, Vermengung von nicht zusammengehoerenden Bildern, Stil- oder Bildbruch, Verbindung von mindestens zwei metaphorischen Ausdruecken aus unvereinbaren Bildbereichen (Berner)
Z.B. "tote Metaphern": Tischbein; oder "Auch ein blindes Huhn legt mal ein Ei"
"Atommeiler" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Buchruecken" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Katachrese
Catachresis
Katahreza
Konsonant
Konstruktionsfigur
Konstruktionsfigur
Litotes
SChlichtheit, Abschwaechung, Hervorhebung eines Begriffs durch Verneinung des Gegenteils, bei doppelter Verneinung Bejahung, kann ironisch und als Anspielung verwendet werden. (Berner)
"Das war nicht anders zu erwarten"
"Und diese Zeit, geliebte Mitbuerger, ist nicht ferne." (Georg Buechner: Der hessische Landbote)
"Wir wissen doch, dass es keine Aufgabe weniger Jahre ist." (Joschka Fischer)
Es war keine Reise, waehrend der wir uns nicht auch selbstverstaendlich mit den Vertretern der Zivilgesellschaften und der Menschenrechtsorganisationen getroffen haben.
(Joschka Fischer)
Litotes
Litota
Litotes
Metapher
auf etwas uebetragen; eine Figur bildhaften Sprechens, die Verwendung eines Wortes nicht im eigentlichen (lexikalischen), sondern (uneigentlichen) uebertragenen Sinn; die uebertragung eines Wortes in eine kontextuelle Bildvorstellung unter Beibehaltung eines aehnlichkeitsbezuges. "Eine Metapher ist ein Wort in einem Kontext, durch den es so determiniert wird, dass es etwas anderes meint, als es bedeutet." (Berner)
"Die Gruenen reden viel ueber Zukunft, aber sobald es in ihrem Programmentwurf konkret wird, bieten sie nur linke, kostenintensive Rezepte an. Das erinnert an einen Fliegenpilz: Sieht schoen aus, ist aber ungenießbar." (CDU ueber das Wahlprogramm der Gruenen 2021)
"Die Mafia hat Metastasen in allen fuenf Kontinenten"
“Unbenommen dessen, das auf diesem Klavier immer so ein paar Propaganda-Toene von der CDU angestimmt worden sind, die SPD wuerde doch von hinten durch die Brust ins Auge, diese verlaesslichen Aussagen wieder zuruecknehmen.” (Sprecher der SPD 2013)
Metapher
Metafora
Metaphor
Metathese
("Umstellung". Auch: Transposition) Lautwandel, der in der Umstellung eines Lautes oder Vertauschung von Lauten innerhalb von Woertern besteht. Haeufig auch bei Entlehnung und in der Kindersprache. Die Vertauschung kann (a) innerhalb einer Silbe oder (b) von einer Silbe in eine andere erfolgen. (Metzler)
"fromage < formaticum" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"mramor < Marmor" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"palabra < parabola" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Metathese
Metateza
Metathesis
Metonymie
Umbenennung, ein gebraeuchliches Wort wird durch ein anderes ersetzt, das zu ihm in enger Beziehung steht (Begriffsubstitution), eng verwandt mit der Synekdoche (pars pro toto) (Berner)
"Alle unter einem Dach (Bestandteil fuer gesamtes Konstrukt)" (Fernsehserie)
"Goethe lesen (Autor fuer Werk)"
"einen Porsche fahren (Erfinder fuer Erfindung)"
Metonymie
Metonimija
Metonymy
Mitte
Morphologisch
Onomatopoesie
Laut- oder Klangmalerei. Die sprachliche Nachahmung einer nicht-sprachlichen, meist optischen, akustischen oder haptischen Sinneswahrnehmung, die aber nur imitiert, nicht reproduziert werden kann, sie zielt ab auf die Stimulierung von Emotionen oder sinnlicher oder synaesthetischer Wirkungen bei den Rezipienten (Berner)
"Den Herrn im Frack: ta ta ta ta ta tatt!" (Paul Boldt: Hinrichtung 1913)
"Kennst du das einsame Hemmed? Flatterata, flatterata." (Christian Morgenstern)
"Miau, Wuff, Kuckuck"
Onomatopoesie
Onomatopeja
Onomatopoeia
Onomatopoiie
Onomatopoeie
Oxymoron
Verbindung zweier sich ausschließender logischer Begriffe in einem Kompositum oder als contradictio in adiecto (Widerspruch im Beiwort) ein Nomen mit gegensaetzlichem Adjektivattribut (Berner)
"Little big man"
"bittersueß"
"gezwungenermaßen freiwillig"
"heiße Kaelte"
"zwangloser Zwang"
Oxymoron
Oksimoron
oxymoron
Palindrom
Eine Buchstabenfolge, die rueckwaerts gelesen denselben Wortlaut oder zumindest einen Sinn ergibt; ist natuerlich kein Stilmittel, kommt aber auch in der Lyrik vor. (Berner)
"Die Liebe ist Sieger; stets rege ist sie bei Leid"
"Dreh mal am Herd"
"Erika feuert nur untreue Fakire"
"Lagerregal / Regallager"
"Reittier"
"Reliefpfeiler"
"Rentner"
Palindrom
Palindrom
Palindrome
Parabel
Gleichnishafte belehrende Erzaehlung, Geschichte, Szene o. ae. (Duden)
"Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wueste laesst und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?
Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein ueber einen Suender, der Buße tut, mehr als ueber neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht beduerfe" (Bibelverse)
Vor dem Gesetz steht ein Tuerhueter. Zu diesem Tuerhueter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Tuerhueter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewaehren koenne. Der Mann ueberlegt und fragt dann, ob er also spaeter werde eintreten duerfen.
“Es ist moeglich«, sagt der Tuerhueter, »jetzt aber nicht.” [...]
“Was willst du denn jetzt noch wissen?” fragt der Tuerhueter, “Du bist unersaettlich.”
“Alle streben doch nach dem Gesetz”, sagt der Mann, “wieso kommt es, daß in den vielen Jahren niemand außer mir Einlaß verlangt hat?”
Der Tuerhueter erkennt, daß der Mann schon an seinem Ende ist, und, um sein vergehendes Gehoer noch zu erreichen, bruellt er ihn an:
“Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn dieser Eingang war nur fuer dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn:” (Frank Kafka: Ausschnitt aus der Parabel Vor dem Gesetz)
Parabel
Parabola
Parabola
Paradoxon
eine scheinbar alogische Behauptung, (die aber hinter dem vordergruendig Unsinnigen auf eine tiefere Wahrheit verweist) eine der ueblichen Meinung widersprechende Formulierung, die dennoch spaeter eine ueberraschende SInnhaftigkeit offenbart, eine der Logik der allgemeinen Meinung und Erfahunrg widersprechende Behauptung, die sich jedoch bei naeherer Betrachtung als richtig erweist, dem allgemein Geglaubten oder Erwarteten zuwiderlaufend. (Berner)
"Es muss gespart werden - koste es was es wolle."
"Weniger ist mehr." (Ausspruch)
"Wenn alle Stricke reißen, kann man sich immer noch aufhaengen." (Rolf Miller)
“Ich weiß, dass ich nichts weiß.” (Spruch)
Paradoxon
Paradoks
Paradox
Paragraph
Parallelismus
Wiederholung derselben syntaktischen Konstruktion in mindestens zwei aufeinander folgenden Satzgliedern (gr. Isokolon) oder in dreien (gr. Trikolon), oft mit einer Steigerung oder wachsenden Gliedern verbunden. (Berner)
"Die Stadt ist groß und das Gehalt ist klein.”
“Einer besitzt alle Guete und der andere besitzt den Anschein davon.” (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
“Ich bin entdeckt, ich bin durchschaut.” (Friedrich Schiller: Maria Stuart)
“Sie hoeren weit, sie sehen fern.” (Erich Kaestner)
Parallelismus
Paralelizam
Parallelism
Parenthese
Einfuegung; Einschub eines satzwertigen (grammatisch vollstaendigen) Satzes in einen anderen Satz, ohne dessen syntaktische Ordnung zu veraendern, durch Gedankenstriche, Klammern oder Kommata gekennzeichnet
"Das ist - wie ich bereits gesagt habe - eine wichtige Angelegenheit
Und in der Europa-Politik haben wir viele Gemeinsamkeiten gehabt. Und auch mit der Opposition, das ist ja gar keine Frage. Jetzt will ich nur deutlich machen: Ich habe bis-her immer wieder gehoert was mit der SPD so dramatisches passiert ist, als wir in der Großen Koalition zusammen gearbeitet haben und dann will ich einfach sagen:" (Angela Merkel: Elefantenrunde 2013)
“Wir kamen - das werde ich nie vergessen - voellig durchnaesst an.” (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Parenthese
Parenteza
Parenthesis
Paronomasie
Ein Wort umbilden; Wortspiel aus der Klang- und Lautaehnlichkeit zweier stammverschiedener Woerter bei deren Bedeutungsfremdheit, spaeter nur Woerter aehnlichen Klangs, auch Wortspiel aus der aehnlichkeit eines Lautes in zwei Woertern, heute synonym mit Annominatio verwendet, siehe auch: Wortspiel (Berner).
"Urbi et orbi" (Segen des Papstes)
"“Lieber arm dran, als Arm ab.” (Sprichwort)
"“Wer rastet, der rostet” (Sprichwort)
Paronomasie
Annominatio
Paronomasia
Paronomazija
Periphrase
Umschreibung durch kennzeichnende Taetigkeiten, Eigenschaften oder Wirkungen, auch zur Vermeidung eines alltaeglichen Ausdruckes oder zur verhuellenden Nennung benutzt, je nach Ausdrucksabsicht erfasst die Periphrase immer nur *ein* Kennzeichen von vielen: Rom - die ewige Stadt, die Hauptstadt Italiens, die Stadt der sieben Huegel. (Berner)
"Großer Teich (Atlantischer Ozean)"
"Goetter in Weiß (aerzte)"
"das Auge des Gesetzes (Polizei)" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"das Land, wo Milch und Honig fließen (Kanaan)" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Periphrase
Antonomazija
Cirkumlokucija
Perifraza
Periphrasis
Personifikation
Personifizierung, Vermenschlichung, Belebung von Naturerscheinungen, Gegenstaenden oder von Abstrakta; (Jetzt lacht das Glueck uns an) (Berner)
"Wird Deutschland es schaffen, rechtzeitig aus der Krise zu kommen?" (Politiker der Union 2009)
"der Himmel weint"
"der Sturm tobte"
“Waschmaschinen leben laenger mit Calgon.” ( Werbung)
Personifikation
Anthropomorphismus
Personification
Personifikacija
Prosopoeie
Phonetisch
Phrase
Phrase
Phrasenelement
Phrase
Phrasenobjekt
Phrase
Pleonasmus
Synonymer Zusatz zu einem Wort, Hinzufuegen eines ueberfluessigen WOrtes, das schon im Nomen enthalten ist, alle redundanten (ueberfluessigen) Formulierungen ohne zusaetzlichen Informationswert (ein alter Greis, ein schwarzer Rappe) (Berner)
"Alter Greis"
"Ein gratis Geschenk" (Beamtendeutsch)
"Getroffene Vereinbarung" (Beamtendeutsch)
"Rueckantwort" (Beamtendeutsch)
"Rueckstau" (Beamtendeutsch)
"Sie redete mit ihrem Mund" (Virgil)
"Vorankuendigung" (Beamtendeutsch)
"Vorentwurf" (Beamtendeutsch)
"Weißer Schimmel"
Pleonasmus
Pleonasm
Pleonazam
Polyptoton
vielfach flektierte Wortwiederholung; Wiederholung desselben Wortes innerhalb eines Satzes oder eines Syntagmas (Wortgruppe in einer syntaktischen Verbindung, meist ohne Subjekt und Praedikat) in verschiedenen Beugungsstufen (nicht nur Kasus) (Berner)
"Das deutsche Volk ist einfach zusammengebaut: Die besserverdienenden und die, die es nicht besser verdient haben" (Heinrich Pachl)
"Sie waren muede, und sie genossen die Muedigkeit" (Wolfgang Koeppen: Der Tod in Rom)
Polyptoton
Poliptoton
Polyptoton
Pragmatisch
Prolepse
Vorwegnahme, die grammatische Vorwegnahme des Subjekts eines Gliedsatzes in den Hauptsatz als Objekt, in der Linguistik Linksversetzung genannt, eine Form der Asuklammerung, die, da sie sowohl am linken als auch am rechten Satzrand moeglich ist, natuerlich auch als Rechtsversetzung erscheinen kann. (Berner)
“Ich glaube, Sie wuenschen schon lange, dass ich gehe, und ich habe auch keinen Grund zu bleiben, außer der großen Sorgen, die ich aufrichtig mit Ihnen teile.” (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
“Natuerlich koennte man jetzt einwenden…” (Besprechung eines kontroversen Themas)
“Sollte Lady Catherine wirklich so denken?” (Jane Austen: Stolz und Vorurteil)
“Wohlan, nun walte Gott, Unheil geschieht.” (Hildebrandslied)
Prolepse
Preduhitrenje
Prolepsa
Prolepsis
Prosopopoeie
Eng verwandt zur Personifikation, oft synonym verwendet. Prosopopoeie gibt den Dingen eine Stimme
"der Sturm tobt"
"die Zeit rennt"
Prosopopoeie
Prosopopoeia
Prozopopeja
Prothese
Anfuegung eines Lautes am Wortanfang. Prothese kann Resultat falscher Abtrennung an der Wortgrenze sein, z.B. dt. dial. nast < ein Ast. Insbesondere tritt die vokal. und kons. P (bevorzugt mit [v], [j], [γ]) aber aus silbenstrukturellen Gruenden auf (a) bei wortinitialen Konsonantenclustern, etwa im Frz. und Span., sowie (b) bei vokal. Anlaut, etwa in verschiedenen slav. und roman. Spr. und Dialekten, z.B. (a) frz. esprit < lat. spiritus (Metzler)
"Vorankuendigung (statt Ankuendigung)" (Buerokratische oder akademische Tautologien)
"darauf abzielen (statt darauf zielen)" (Buerokratische oder akademische Tautologien)
"in den allermeisten Faellen (statt in den meisten) "
Prothese
Prosthese
Prosthesis
Proteza
Akrostichon
Die Initialen eines Satzes ergeben hintereinander gelesen einen SInn oder ein Wort oder eine Reihenfolge. (Berner)
"Wer hat mich guoter her gelesen?
Ist ez ieman gewesen
Lebende in solcher wise,
Lobe er mich, des mich prise
Ez si man oder wip,
Habe er so getriuwen lip,
Ane velsche sol er mich
Lieben – daz ist friuntlich –
Mit sueezer sinne stiure … " (Rudolf von Ems: Willehalm von Orlens; Anfangsbuchstaben ergeben "Willehalm")
Akrostichon
Acrostic
Synaesthesie
Mitempfinden, das Ausdruecken einer Sinnesempfindung, die aus der Verschmelzung verschiedener nicht kompatibler Reize auf *ein* Sinnesorgan hervorgeht, die Wahrnehmung *eines* Reizes bewirkt zugleich die Erregung einer anderen Wahrnehmungsweise, so dass man Farben hoeren oder Toene sehen kann, so dass eine Stimme weich (Tastsinn), warm (Waermeempfinden), scharf (Geschmack), oder dunkel (Sehen) empfunden werden kann. (Berner)
"Sueßer die Glocken nie klingen" (Weihnachtslied)
"golden wehn die Toene nieder" (Clemens Brentano: Abendstaendchen)
Synaesthesie
Synaesthesia
Correctio
Verbesserung eines gewaehlten, aber zu schwach empfundenen Ausdruckes. (Berner)
"Das Buch ist schlecht, ja grauenhaft!"
Correctio
Correctio
Sentenz
Aphorismus
Neologismus
Wortneuschoepfung, manchmal gewollt, gewagt und ueberfluessig, manche Neuwoerter werden usualisiert und lexikalisiert oder eingedeutscht (Berner)
"Brunch"
"Kurlaub"
"Selfie"
"Wandstand"
Neologismus
Neologism
Antizipation
Pejoration
In der Sprachwissenschaft ein Wort, dessen Bedeutung sich im Lauf der Entwicklung verschlechtert hat (Berner)
" Hoeren Sie mal Fraeulein!"
"Weib"
Pejoration
Pejoration
Antonomasie
Ein Eigenname steht fuer den Gattungsnamen oder umgekehrt, der metonymische Ausdrucksersatz kann auch in Sonderformen auftreten, naemlich: als Patronymikon […]. (Berner)
"Das heilige Land statt Israel"
"Die ewige Stadt fuer Rom"
Antonomasie
Antonomasia
Hendiadyoin
Eins durch zwei; Wiedergabe einer Vorstellung durch zwei gleichwertige, mit „und“ verbundene Woerter, wobei die Nebenordnung die logische Unterordnung ersetzt, oder wo zwei mit „und“ verbundene Nomen ein Nomen mit Genitiv- od. Adjektivattribut ersetzen oder wo zwei synonyme Nomina statt eines einzigen Nomens gesetzt werden. (Berner)
"immer und ewig"
"in Eisen und Ruestung"
"nie und nimmer"
Hendiadyoin
Hendiadys
Paralipse
Unterlassung; eine rhetorische Figur, bei der man von etwas Bestimmtem erklaert, man wolle es uebergehen, es aber doch erwaehnt und dadurch hervorhebt, oft eingeleitet durch Wendungen wie „ich will nicht davon sprechen, dass …“ (Berner)
"Zur Politik gibt es viel zu sagen, aber lassen wir das!"
"ich will nicht davon sprechen, dass ..."
Paralipse
Paralipsis
Redundanz
Das Vorhandensein von eigentlich ueberfluessigen, fuer die Information nicht notwendigen Elementen, ueberladung mit Merkmalen (Duden)
Redundanz
Redundancy
Trikolon
Aus drei Kola [Satzgliedern] zusammengesetztes Satzgefuege (Duden)
"Veni, vidi, vici"
"Verliebt, verlobt, verheiratet"
„Es ist so bequem, unmuendig zu sein.
Habe ich ein Buch, das fuer mich Verstand hat,
einen Seelsorger, der fuer mich Gewissen hat,
einen Arzt, der fuer mich die Diaet beurteilt usw.,
so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemuehen.“ (Immanuel Kant)
Trikolon
Tricolon
Isokolon
Gleiche Worte fast gleicher Silbenzahl stehen in gleichgeordneten Saetzen/Satzteilen, heute wird stattdessen durchweg die Bezeichnung Parallelismus verwendet. (Berner)
„Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glueht, Daraus der Wein der Weisheit schaeumt und sprueht.“ (Hugo von Hofmannsthal: Was ist die Welt?)
„Im Namen des Vaters, im Namen des Sohnes und im Namen des Heiligen Geistes. Amen.“ (Gebet)
Isokolon
Isocolon
Ein zu zwei Saetzen gehoerender Satzteil steht ohne Bindewort in der Mitte. (Berner)
"Was sein Pfeil erreicht, das ist seine Beute, was da kreucht und fleucht." (Friedrich Schiller: Wilhelm Tell)
"die Tuecher knattern im heißen Wind treibst du" (Enzensberger)
Apokoinu
Apokoinou
Wortspiel aus der Lautaehnlichkeit zweier Woerter oder der aehnlichkeit *eines* Lautes in zwei Woertern, siehe Paronomasie. (Berner)
Annominatio
Interjektion
Woerter oder Wortgruppen, die in einen Satz eingeschoben werden, ohne dass dies syntaktisch gerechtfertigt ist. Sie dienen haeufig dem Ausdruck von Gefuehlen oder der Kontaktaufnahme und sind oft lautmalerisch, z.B. Hoppla!, Brr, Hallo, hallo! (Metzler)
"Aua!"
"Hoppla!"
"hmm"
Interjektion
Interjection
Anastrophe
auch Hyperbaton genannt, empathische Umstellung eines Wortes aus seiner urspruenglichen Position, oft anstelle des Adjektivattributes vor dem Nomen hinter das zugehoerende Substantiv gestellt. (Berner)
"kleines Haenschen = Haenschen klein"
„ohne Zweifel = zweifelsohne“
Anastrophe
Anastrophe
Epitheton Ornans
Ein schmueckendes Beiwort in formelhafter Verwendung, haeufig bei Homer (Berner)
"bluehende Wiese"
"eulenaeugige Athene"
"gruene Wiese"
Epitheton Ornans
Epitheton Ornans
Archaismus
Altertuemlichkeit; Gebrauch veralteter Woerter oder Wendungen , auch: Antiquitas genannt. (Berner)
"Mein Oheim ist mit Kind und Kegel geflohen."
Archaismus
Archaism
Brachylogie
Kuerze; Knappheit des Ausdrucks im Gegensatz zu dessen Abundanz ( ueberstroemen, ueberfluss) wie sie in der Amplifikation sich aeußert; mit deren Abklingen in der nachbarocken Zeit kaum noch als Stilmittel eingesetzt. Grundzuege der Brachylogie haben sich erhalten in den Begriffen „lakonischer“ oder „Lapidarstil“ […], eine sinnvolle Kuerze statt eines aufgeblaehten Schwulstes gilt heutzutage als anerkannt guter Stil. (Berner)
"WALTER: – – – Kann jemand anders hier im Orte nicht – ?
ADAM: Nein, in der Tat –
WALTER: Der Prediger vielleicht.
ADAM: Der Prediger? Der –
WALTER: Oder Schulmeister." (Heinrich von Kleist)
Brachylogie
Brachylogy
Polysyndeton
Reihe von Woertern, Satzteilen, Saetzen, deren Glieder durch Konjunktionen miteinander verbunden sind (Duden)
"Und es wallet und siedet und brauset und zischt," (Friedrich Schiller)
Polysyndeton
Polysyndeton
Paraphrase
Alternativformulierung, umschreibende Verdeutlichung. […] Das Wesen der Paraphrase besteht darin, den Inhalt eines Textes mir eigenen Worten wiederzugeben, also das Gleiche, meist auf ein Drittel verkuerzt, mit anderen Worten zu sagen. (Berner)
"sprich"
Paraphrase
Paraphrase
Antiklimax
Gradation (Stufenfolge) nach unten (anit: gegen, climax: Leiter, Treppe). (Berner)
“Erst gehoert uns die Welt nicht mehr, dann das Land und jetzt die Stadt”
“Um den Papst zirkulieren die Kardinaele.
Und um die Kardinaele zirkulieren die Bischoefe.
Und um die Bischoefe zirkulieren die Sekretaere”.
Antiklimax
Anticlimax
Metonomasie
Umbenennung; Veraenderung des Namens durch uebersetzung oder Angleichung in/an eine andere Sprache, auch Traduktionym genannt (Berner)
"Cologne (statt Koeln)"
Metonomasie
Epanodos
Wiederholung eines Satzes in umgekehrter Reihenfolge (Berner)
„Tja, man muss das Leben nehmen, wie es ist, oder das Leben ist, wie man es nimmt.“ (Stanley Motss)
„Wer nicht kann, was er will, der wolle, was er kann.“ (Leonardo da Vinci)
Epanodos
Epanodos
Captatio Benevolentiae
ueberkreuzstellung von syntaktisch oder semantisch entsprechenden Satzteilen. (Berner)
“Indem ich die Feder ergreife […] wenn auch muede, sehr muede (so daß ich wohl nur in kleinen Etappen […] werde vorwaertsschreiten koennen) […] beschleicht mich das fluechtige Bedenken, ob ich diesem geistigen Unternehmen […] denn auch gewachsen bin.” (Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull)
Captatio Benevolentiae
Captatio Benevolentiae
Meiosis
Verringerung; in der Antike verstanden als Gegensatz zur Amplifikation, also zur weitlaeufigen Ausschmueckung, im Lat. Brevitas genannt, in den heutigen Lehrbuechern wird Meiosis nicht mehr als Stilmittel aufgefuehrt, im Deutschen wird stattdessen der Litotes verwendet, im englischen „Understatement“ genannt. (Berner)
"Baumhueter (fuer Umweltschuetzer)"
"Fraeulein"
Meiosis
Meiosis
Dialogismus
Ein fingiertes Frage- Antwortspiel zur Spannungssteigerung, der Fragende beantwortet die von ihm gestellte Frage auch selbst. (Berner)
"Die katholische Kirche soll unumstritten sein? Natuerlich nicht, denn sie hat viele dunkle Kapitel in ihrer Vergangenheit."
"Glaubst Du, dass ich in der Stadt war? Deine Mutter kann doch bestaetigen, dass ich heute bei ihr war!"
Dialogismus
Dialogism
Chiffre
Bild- oder Wortverbindungen nehmen, unabhaengig von ihrer urspruenglichen Bedeutung, einen vom Autor gesetzten Sinn an; Zeichen, dessen Inhalt raetselhaft ist und nicht oder nur vom Autor oder aus dem Kontext zu erfassen ist; der Schuelerduden nennt *ein* Beispiel: „Flug“ als Chiffre fuer den als Aufbruch in Unbekanntes […] „Stadt“ als Chiffre fuer Hoffnungslosigkeit bei einigen expressionistischen Dichtern, gelegentlich wird die Chiffre auch als absolute Metapher bezeichnet. (Berner)
"Schwarze Milch der Fruehe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken" (Paual Celan: Todesfuge)
Chiffre
Cipher
Enumeration
Anordnung einer Wort- oder Satzreihe zu einer „koordinierenden Haeufung im Kontakt“ (Lausberg 1990). In der antiken Rhetorik sprachl. Mittel der Beweisfuehrung. Ihre Glieder sind die koordinierten Teile eines Ganzen. Die die Aufzaehlung zusammensetzenden Teile sind grundsaetzlich einander gleichgeordnet (sowohl semantisch als auch syntaktisch). Aufzaehlungen koennen durch die Konjunktionen "und" oder "sowie" verbunden sein. […] Eine steigernde Aufzaehlung heißt Klimax. (Metzler)
"Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" (Kinderlied)
Enumeration
Enumeration
Reim
Gleichklang von Woertern, meist vom letzten betonten Vokal eines Wortstammes an. (Metzler)
Reim
Rhyme
Rima
Slik
Srok
Repetitio
meint die woertliche Wiederholung, auch Epizeuxis (Hinzufuegung) oder Geminatio (Verdopplung); die Bezeichnung Repetition als Nomen und das Verb repetieren sind in den allgemeinen Sprachgebrauch uebergegangen und werden als Einueben durch wiederholendes Lernen verstanden und von Wohlmeinenden empfohlen (Berner)
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Bibelvers)
Repetitio??
Epanodos
Regresija
Rhetorische Frage
"Alles Mueller, oder was?" (Werbung)
"Bin ich deine Putzfrau?"
"Das ist doch jetzt nicht dein Ernst, oder?"
Rhetorische Frage
Erotema
Interrogatio
Retorickopitanje
Rhetorical question
Klimax
Leiter, Treppe; eine mindestens dreiteilige Steigerung vom schwaecheren zum staerkeren Ausdruck, gelegentlich auch Gradation genannt, im Deutschen deckt sich diese aber i.e.S. mit der grammatischen Adjektivsteigerung (Komparation), und nur in der Verbindung mit dieser kann sie auch zur Klimax werden (Berner)
"Die Nachricht verbreitete sich in jedem Dorf, jeder Stadt, jedem Land"
"Ich habe gebeten, gebettelt, auf Knien gefleht"
Klimax
Climax
Hysteron Proteron
Das Spaetere als Frueheres; Vorwegnahme eines zeitlich oder logisch Nachfolgenden (Berner)
"“Ihr Mann ist tot und laesst Sie grueßen.” (Goethe: Faust)
“Lasst und sterben und uns in die Waffen stuerzen!” (Vergil)
Hysteron Proteron
Hysteron Proteron
Melioration
Verbesserung, siehe Euphemismus. Beispiel: Liebling statt Ehepartner (Berner)
"Liebling (statt Ehepartner)"
"Ratatouille (statt Restefraß)"
Melioration
Melioration
Tmesis
Zerschneidung; bezeichnet die Trennung eines zusammengesetzten Wortes durch einfuegung anderer Satzteile, bei Homer gelaeufig aus metrischen Gruenden als Trennung des Praefixes vom Verb, im Deutschen vorwiegend im aelteren Sprachgebrauch, eine Tmesis kann nur bei zusammengehoerenden Wortteilen vorliegen – im Gegensatz zur Inversion. (Berner)
„die Schlacht, die uns bevor beim Strahl des Morgens steht“ (Kleis: Pring Friedrich von Homburg)
Tmesis
Tmesis
Etymologische Figur
Verbindung zweier Woerter desselben Wortstammes, aber verschiedener Wortklassen, z.B. Verb und Nomen (Berner)
"Gar schoene Spiele spiel ich mit dir" (Goethe: Erlkoenig)
"Wer andern eine Grube graebt, faellt selbst hinein" (Sprichwort)
Etymologische Figur
Etymological figure
Malapropismus
[bewusst] falsche Wortwahl, bei der ein Wort durch ein phonologisch aehnliches, semantisch aber (sehr) unterschiedliches ersetzt wird (Duden)
"Ramontische Stimmung (statt romantische Stimmung)"
"Zum Bleistift statt zum Beispiel"
„Meine Guete, ist das eine Syphilisarbeit (statt Sisiphusarbeit)"
Malapropismus
Malapropism
Sarkasmus
beißender, verletzender Spott, Hohn, der jemanden, etwas laecherlich machen will (Duden)
"Fuer alle Autofahrer, die nur Singen und Klatschen in der Schule hatten: Dies ist eine Ein- und Ausfahrt. Hier fahren Autos rein und raus!" (Schild in einer Einfahrt)
“Gab es das Kleid nicht in deiner Groeße?”
“Hast du deine Stelzen vergessen?”
Sarkasmus
Sarcasm
Sarkazam
Satz
Satz
Satzelement
Satz
Satz
Semantisch
Sonant
Sonant
Strophe
Strophe
Syllepse
Form der syntaktischen Verkuerzung, bei der ein Praedikatsverb auf zwei oder mehr grammatisch gleiche, aber semantisch verschiedene Satzteile bezogen ist, auch Schiefe Klammer genannt, da sinngemaeß Disparates in eine formale, aber eben stilmaeßig schiefe Klammer gebracht wird, synonym verwendet mit Zeugma (Berner)
"Die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien" (Bibelvers)
"Er trank Bier, wir Wein." (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Es ist leichter den Mund zu halten, als eine Rede." (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
“Ich gehe aus, Baptist! Vor allem davon, dass Sie mir auf meine Talerchen achten!” (Dagobert Duck)
“Ich heiße nicht nur Heinz Erhardt, sondern Sie auch herzlich willkommen.” (Heinz Ehrhardt)
Syllepse
Silepsa
Syllepsis
Symploke
Complexio
ist im engeren Sinne die Kombination von Anapher und Epipher, im weiteren Sinn auch die Verbindung mehrerer Wiederholungsfiguren innerhalb einer syntaktischen Einheit. (Berner)
"Alles durch die Industrie, alles fuer die Industrie" (Claude-Henry des Saint-Simon)
„Alles geben die Goetter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz“. (Goethe: Alles fuer die Goetter)
Symploke
Simploha
Simploka
Symploce
Synekdoche
Mitverstehen, die menoymische Ersetzung des eigentlichen Begriffes durch einen zu seinem Bedeutungsfeld gehoerenden enderen oder weiteren Begriff; sie unterscheidet sich von der Metonymie dadruch, dass sie stets das gleiche Begriffsfeld inkludiert, wird aber heute meist synonym mit Metonymie verwendet, auch pars pro toto oder totum pro parte genannt. (Berner)
"Es fanden Gespraeche mit dem Innenministerium statt (statt: mit dem Innenminister oder Vertretern des Innenministeriums)"
"Kohlhaas, der seine Farbe verlor (statt: dessen Gesicht blass wurde)" ( Kleist: Michael Kohlhaas)
"die Jugend (stellvertretend fuer die jungen Menschen)" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"oesterreich gewann den Abfahrtslauf (statt: Die oesterreichische Mannschaft)"
Synekdoche
Sinegdoha
Synecdoche
Synesis
ein Satzglied ist auf ein anderes nicht nach der grammatischen Regel, sondern nach dem Sinn oder der inhaltlichen Bedeutung fomuliert (Berner)
"Etwa ein Drittel der Beschaeftigten legten die Arbeit nieder."
"Marmor, Stein und Eisen bricht..."
"Wind und Wetter kann uns nichts anhaben" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Synesis
Constructio ad sensum
Siniceza
Synizesis
Synkope
Verkuerzung; Auslassen eines kurzen Vokals im Wortinneren (Berner)
"ein g'flickter Rock mit z'rissene Aufschlaeg" (Nestroy: Der Talismann II, 17)
"gehen < gehn"
"waren < warn"
Synkope
Sinkopa
Syncope
Synonymie
Beziehung der Bedeutungsgleichheit zwischen sprachl. Zeichen. Die ling. Diskussion ueber S. ergab divergierende Einschaetzungen des Begriffs je nachdem, welche Kriterien fuer "Gleichheit" angelegt und welche Existenzformen oder Ebenen von Zeichen ins Auge gefasst wurden. (Metzler)
"Autor und Verfasser"
"Doktorarbeit und Dissertation"
"Universitaet und Hochschule"
Synonymie
Sinonimija
Synonymy
Syntaktisch
Tautologie
ein Begriff wird durch mehrere Woerter gleicher Bedeutung wiedergegeben, im Gegensatz zum Pleonasmus ist die Tautologie meist zweigliedrig mit einer und-Verbindung, stilistisch ebenso unschoen wie der Pleonasmus (immer und ewig; ganz und gar) (Berner)
"Das Leben leben, immer, immer und ewig" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Ich habe bereits Stilfehler des Stils korrigiert" (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
Tautologie
Tautologija
Tautology
Tropenfigur
Umstellung
Vergleich
mit einer Vergleichspartikel wird zwischen zwei Bereichen eine Beziehung hergestellt, deren Gemeinsamkeit im tertium comparationis liegt, die gr. Bezeichnung homoiosis und das lateinische similitudo bzw. comparatio haben den deutschen Ausdruck nicht verdraengt. Nicht-bildlliche Vergleiche (z.B. der Platz ist so groß wie zehn Fußballfelder) werden leicht erkannt, tropische Vergleiche erschweren ihr Verstaendnis durch den Gebrauch der uneigentlichen Sprache und die haeufige Aussparung des Tertium comparationis [...] (Berner)
"Du bist wie deine Mutter."
"Stark wie ein Loewe"
"listig wie eine Schlange"
"sie ist schneller als er"
Vergleich
Comparatio
Komparacija
Poredjenje
Simile
Similitudo
Verkuerzung
Vers
Vers
Verselement
Vers
Versobjekt
Vers
Vokal
Vokal
Wort
Wort
Wortelement
Wort
Wortobjekt
Wort
Wortspiel
der geistreiche, witzige, oft ueberraschende Umgang mit Woertern oder Worten (Wortfuegungen) (Berner)
"Ach du meine Goethe!"
"Auch ein blindes Huhn trinkt mal einen Korn"
"Corpus fuer alle Delicti" (Aufschrift eines Muelleimers)
"Die Staebchen-Frage" (Zeit Artikel, bei dem es ums Testen bei Corona geht)
"Handelujah!" (Webung fuer einen Boersenbroker)
"Strandortvorteil" (Zeitartikel von Moritz Herrmann / Sueddeutsche Zeitung Juergen Schmieder)
Wortspiel
Jeu de mots
Kalambur
Play-on- words
Zeichen-leer
Zeichen-leer
Zeugma
die Verbindung zweier Nomina durch ein Verb, das, da doppelsinnig, sinngemaeß nur zu einem passt. (Berner)
"Die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien" (Bibelvers)
"Er trank Bier, wir Wein." (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Es ist leichter den Mund zu halten, als eine Rede. " (Helmut Glueck: Metzler Lexikon Sprache)
"Ich gehe aus, Baptist! Vor allem davon, dass Sie mir auf meine Talerchen achten!” (Dagobert Duck)
"Ich heiße nicht nur Heinz Erhardt, sondern Sie auch herzlich willkommen.” (Heinz Ehrhardt)
Zeugma
Zeugma
Zeugma
Uebertragung